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Showtruck oder Infomobil: kaufen oder mieten?

Einsatzdauer, Fahrzeuggröße und Betrieb entscheiden mit

Trends und Insights5 Min. Lesezeit6 Abschnitte

Kauf, Leasing, Miete oder Hybridmodell: welche Rolle Einsatzdauer, Fahrzeuggröße, eigener Betrieb und Unterhalt beim Showtruck spielen.

Inhalt
  1. Kauf, Leasing, Miete oder eine Mischform
  2. Wie lange soll das Fahrzeug im Einsatz sein?
  3. Welche Rolle spielt die Fahrzeuggröße?
  4. Ist Eigentum besser als Charter?
  5. Lohnt sich der eigene Betrieb?
  6. Was gehört zum Unterhalt?

Bei kaum einer Frage rund um ein professionelles Marketingfahrzeug ist die wirtschaftliche Rechnung so verzwickt wie bei dieser: Infomobil oder Showtruck kaufen oder mieten?

Wer nur einmal für einige Wochen oder Monate auf Roadshow geht, braucht über einen Kauf nicht nachzudenken. Anders sieht es aus, wenn die Tour in den Folgejahren im gleichen Zeitfenster wiederholt werden soll oder wenn eine Kampagne von Anfang an über mehrere Jahre mit einem dauerhaft eingesetzten Fahrzeug geplant ist. Liegt es dann nicht auf der Hand, das Fahrzeug zu kaufen, statt es vermutlich teurer zu mieten?

Wer in größeren Stückzahlen plant, hat weitere Fragen: Was, wenn mehrere Fahrzeuge gebraucht werden, das ganze Jahr über oder in wiederkehrenden Blöcken? Und wo steht die Flotte zwischen den Einsätzen, zentral oder dezentral?

Wer die wichtigsten Punkte einzeln nach Wirtschaftlichkeit, Praxistauglichkeit und Zukunftsfähigkeit prüft, findet recht einfach die Lösung, die zum Unternehmen passt.

Kauf, Leasing, Miete oder eine Mischform

Die Faustregel „Je länger die Nutzungsdauer, desto eher lohnt sich die Anschaffung“ beantwortet die Frage nur zum Teil. Auf den Tisch gehören außerdem:

  • der absehbare Aufwand für den Unterhalt
  • Wartungen und Reparaturen
  • das Fahrzeugmanagement

„Eigentum verpflichtet“ gilt auch hier. Diese Verpflichtung muss das Unternehmen organisatorisch und auf lange Sicht tragen können.

Überschaubarer sind die Kosten beim Full-Service-Leasing oder, mit flexiblerer Laufzeit, bei der Full-Service-Miete:

  • Die Kosten sind von Anfang an gut zu überblicken.
  • Fahrzeugbetreuung und Schadensrisiko übernimmt der Anbieter.
  • Reparaturen und regelmäßige Prüfungen sind pauschal eingerechnet.

Die Antwort kann auch zwischen Kauf und Miete liegen. Bei der Hybridlösung kaufen Sie das Fahrzeug, was steuerlich oder bei den Kosten mitunter günstiger ist, und lassen es über einen Operating- und Hostingvertrag rundum betreuen.

Wie lange soll das Fahrzeug im Einsatz sein?

Ist die gesamte Einsatzdauer sicher kürzer als 24 Monate, lohnt sich ein Kauf in der Regel nicht. Je kürzer die Nutzung ab Kaufdatum, desto höher der anteilige Wertverlust. Den Aufwand für den Wiederverkauf und die oft erheblichen Preisabschläge nach kurzer Nutzung sollte man nicht unterschätzen.

Auch bei mehr als drei Jahren Nutzung ist der Kauf nicht automatisch günstiger als die Miete. Es kommt auf den Fahrzeugtyp an und darauf, wie hoch Betriebskosten und Aufwand im Handling ausfallen.

Tipp für Kaufinteressierte: Fragen Sie Ihren Fahrzeuganbieter, ob Sie das Fahrzeug nach der geplanten Nutzungsdauer zu einem garantierten Restwert zurückgeben können.

Welche Rolle spielt die Fahrzeuggröße?

Größe und Gewicht des Fahrzeugs gehören zu den wichtigsten Kriterien. Ein Verkaufs- und Infoanhänger für Pkw oder Transporter (etwa Sprinter oder VW-Bus) eignet sich gut zum Kauf. Das gilt ebenso für einen Anhänger als großzügigen mobilen Messestand wie den CUBE von MOST, der aus einer Wabenstruktur aus dem Flugzeugbau aufgebaut ist.

Ein solches Präsentations- und Verkaufswerkzeug kostet auch bei längeren Standzeiten kaum Geld. Motorkundendienste fallen weg, und wer auf Achsen und Reifendruck achtet, hat mit einem Pop-up-Store oder Infostand auf Anhängerbasis die naheliegende Kaufoption.

Noch handlicher ist ein Infomobil der 3,5-Tonnen-Klasse. Es darf mit Führerschein Klasse B gefahren werden, also auch von eigenen Mitarbeitern, und das spricht ebenfalls für den Kauf. Wer den Betrieb nicht selbst übernehmen will, bucht zum Anhängergespann oder Infomobil das Operating dazu. Unter dieser Voraussetzung kann auch der Kauf eines kleinen Sattelzugs sinnvoll sein. Weniger Gewicht bedeutet weniger Technik und damit geringere Unterhaltskosten.

Ganz anders bei den großen Showtrucks: Sattelauflieger, die sich mehrfach zu Showrooms verbreitern lassen, kosten im Kauf ab 600.000 Euro bis nahezu eine Million. Wer hier kauft, braucht langjährige Erfahrung mit dem Betrieb solcher Fahrzeuge und muss hohe Unterhaltskosten tragen können.

Übrigens setzt das Finanzamt für diese Klasse eine Abschreibungsdauer von 11 Jahren an. Zum Steuersparen taugt der Kauf hier also wenig.

Tipp: Je kleiner das Marketingfahrzeug, desto eher lohnt der Kauf. Leasing bis hin zur Full-Service-Betreuung macht interne Entscheidungswege meist einfacher und kürzer.

Ist Eigentum besser als Charter?

In beiden Fällen ist der Showtruck innen und außen im Corporate Design gestaltet, im besten Fall sogar mit einem Interieur, das für mehrere Produkt- oder Unternehmensbereiche taugt. Wo das Fahrzeug zugelassen ist und seinen Heimathafen hat, spielt deshalb meist keine Rolle.

Für den Kauf und in zweiter Linie für das Leasing können steuerliche Gründe sprechen. Welche Gestaltungsspielräume sinnvoll sind, muss im Einzelfall geklärt werden.

Oft wiegt der Stolz des Unternehmens schwerer als der Steuereffekt. Am Kennzeichen erkennt man, wem der Showtruck oder das Infomobil gehört, und das Unternehmen zeigt damit Innovationskraft und Marktstärke. Lässt sich durch den Eigenbetrieb zudem deutlich Geld sparen, fährt man unter eigener Flagge womöglich besser als mit einem gecharterten Showtruck. Bei dem muss man sich um die Unterhaltskosten allerdings überhaupt nicht kümmern.

Lohnt sich der eigene Betrieb?

Das hängt davon ab, was mit dem Fahrzeug geschehen soll und wie groß es ist. Der Betrieb, das sogenannte Operating, setzt qualifiziertes Personal voraus, auf Tour ebenso wie im Haus. Bis zur Größe eines Infomobils oder Anhängergespanns klappt das meist ohne Probleme. Je größer das Fahrzeug, desto mehr kommen zum Beispiel diese Kosten hinzu:

  • Recruiting
  • Qualifizierung und Vergütung der Truckmanager
  • Disposition, also die Einsatzsteuerung

Fazit: Ob Kauf oder Miete, je größer das Fahrzeug, desto eher sollte man fahren lassen.

Tipp für Käufer: Fragen Sie Ihren Lieferanten nach Ersatzfahrern für Urlaubszeiten und plötzliche Ausfälle.

Was gehört zum Unterhalt?

Ein Marketingfahrzeug im eigenen Bestand zu unterhalten ist kein Hexenwerk. Es setzt aber eine gewisse Infrastruktur voraus, und Sie müssen die rechtlichen Pflichten kennen. Wie sich das im Alltag anfühlt, hängt vom Betrieb und vom Team ab. Diese Punkte gehören in jedem Fall dazu:

  • ein sicherer Abstellplatz für die Pausenzeiten, wegen des hohen Werts am besten eine Halle
  • ein Stromanschluss direkt am Fahrzeug, damit die Batterien geladen bleiben
  • jemand, der das Fahrzeug und seine Technik kennt
  • Bewegungsfahrten bei längeren Standzeiten und die Abfahrtskontrolle vor jeder Fahrt
  • neben den üblichen TÜV-Prüfungen die regelmäßige UVV-Prüfung und die Prüfung der Elektrogeräte
  • bei doppelstöckigen Aufliegern oder Aufbauten über 5 Meter Höhe weitere Prüfpflichten als sogenannte Fliegende Bauten
  • eine qualifizierte Werkstatt für Dichtigkeitsprüfungen und die Wartung von Geräten wie Klimaanlage und Generator

Tipp: Wiederkehrende Sicherheitschecks lassen sich in Auftrag geben. Bei einem Hosting- und Operatingvertrag oder bei der Miete ist der Dienstleister für diese Pflichten verantwortlich.

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